Yin & Yang      

 

Von Yin und Yang hat wahrscheinlich schon jeder, der sich auch nur am Rande mit den chinesischen Lebenskünsten beschäftigt, schon einmal gehört.

Das tratitionelle daoistische Yin / Yang- oder Tai Chi-Symbol veranschaulicht das Verhältnis von Yin und Yang auf plastische Weise:

Der Kreis, der das ganze symbolisiert, ist durch eine geschwungene Linie in zwei Hälften unterteielt. Die schwarze Hälfte repräsentiert das Yin, die weiße das Yang. Der kleine weiße Kreis im Yin und der kleine schwarze im Yang zeigen, daß innerhalb des Yin auch Yang bzw. innerhalb des Yang auch Yin enthalten ist. Daß die Teilungslinie zwischen Yin und Yang geschwungen und nicht gerade ist, verdeutlicht das dynamische Zusammenspiel dieser beiden Pole.

 

Yin Yang
Erde Himmel
Mond Sonne
Tal Berg
Nacht Tag
Winter Sommer
Ruhe Bewegung
kalt heiß
dunkel hell
unten oben
innen außen
passiv aktiv
weiblich männlich

 

Das Konzept von Yin und Yang geht von einer relativen gegensätzlichkeit, nicht jedoch von einer Unvereinbarkeit der verschiedenen Polaritäten aus. Damit unterscheidet es sich grundsätzlich von der Aristotelischen Logik, die unser westlich-wissenschaftliches Denken kennzeichnet und die auf der Gegenüberstellung unvereinbarer Gegensätze beruht. Wie wir bereits betont haben, stehen im chinesischen Denken nicht die festen Strukturen, sondern vielmehr dynamische Beziehungen, d.h. Bewegungen im Vordergrund. Diese Bewegungen werden als Ergebnis des Zusammenwirkens der Kräfte Yin und Yang verstanden. Das Zusammenspiel von Yin und Yang ist die Grundlage jeder Veränderung, jeder Bewegung im Universum sowie im Menschen selbst.

Die wichtigsten Charakteristika für Yin / Yang Wechselbeziehung:

  • Yin und Yang stehen sich als relative Gegensätze gegenüber

Yin und Yang müssen immer relativ zu einem Bezugspunkt gesehen werden. So gilt z.B. heiß als Yang und kalt als Yin. Ein warmes Getränk ist jedoch in Relation zu einem heißen Getränk Yin, in Relation zu einem kalten Getränk aber Yang. Ein und die selbe Sache kann also einmal Yin und einmal Yang sein.

  • Alle Phänomene haben sowohl einen Yin- als auch einen Yang-Aspekt

Der Sommer hat jahreszeitlich gesehen die stärkste Yang-Qualität, der Winter die stärkste Yin-Qualität. Aber auch im Sommer wird es abends dunkel, und die Temperatur nimmt ab, d.h., auch der Sommer hat Yin-Aspekte, und der Winter wiederum hat auch Yang-Aspekte, also etwa Licht und manchmal Wärme

  • Jeder Yin- und jeder Yang-Aspekt können wiederum in Yin und Yang unterteielt werden.
Wasser ist im Verhältnis zu Feuer Yin. Der Wasserdampf indessen gilt als Yang-Aspekt des Wassers, das Eis als ein Yin-Aspekt
  • Yin und Yang sind voneinander anhänig und schaffen einander gegenseitig.
Es gibt keine Nacht ohne den Tag, keine Ruhe ohne Aktivität, keine Dunkelheit ohne Helligkeit, kein Schatten ohne Licht.
  • Yin und Yang verwandeln sich ineinander.
Der Tag geht gemäß einem bestimmten Zyklus in die Nacht über, der Winter in den Sommer. Wenn man eine Zeitlang aktiv war (Yang), folgt unverweigerlich eine Zeit des Ausruhens (Yin).
Wenn also in der chinesischen Philosophie und Medizin von einer Harmonie von Yin und Yang die Rede ist, so meint dies keines wegs einen statischen Zustand, sondern vielmehr den kontinuierlichen Wandel. Seien es ein 24-Stunden Rhytmus, der Zyklus der Jahreszeiten oder andere natürliche Zyklen des Lenens: Alle natürlichen Lebensprozesse lassen sich als Wandel von Yin und Yang begreifen. Ein kleines Kind beispielsweise ist eher Yang.
 

 

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