ZEN,

das heißt Versenkung. Lebensenergie gewinnen durch Konzentration auf die westlichen Dinge. Die Aufmerksamkeit bewusst auf das richten, was gerade ist. Den Augenblick im Hier und Jetzt genießen, ohne Angst vor der Zukunft, ohne Ballast aus der Vergangenheit.

 

Zen entwickelte sich innerhalb des Buddhismus. Dennoch ist Zen keine Religion. Zen erfordert auch kein bestimmtes Wissen oder spezielle Fähigkeiten. Zen ist Lebenskunst – für jeden einzelnen jederzeit möglich.

 

Zen verlangt besonderen Aufwand. Mit einem Spaziergang kann man den Kopf frei machen von furchtlosen Grübeleien. Oder sitzend die Stille genießen, ohne Ablenkung von außen, bei sich selbst sein, weit weg von Zerstreuung und Ruhelosigkeit. Die Aufmerksamkeit ganz auf den Fluss des Atems richten. Die Gedanken fließen lassen, so weit, bis sie ganz von selbst anhalten und der Geist frei und offen wird. Die Anspannung weicht der Gelassenheit. Ruhe verbreitet sich in Körper und Seele.

 

Zen im Alltag leben heißt, eine neue Einstellung zu den täglichen Arbeiten gewinnen. Ab und zu inne halten, sich einige Augenblicke Zeit nehmen. Zeit für die Welt, die uns umgibt: Auf Geräusche lauschen, Dinge intensiv wahrnehmen. Zum Beispiel eine Tasse Tee konzentriert genießen. Spüren, wie sich die Wärme langsam im Körper ausbreitet, wie der Duft der Teeblätter in die Nase steigt, wie das Getränk beruhigt oder belebt.

 

Schon diese wenigen Minuten konzentrierter Aufmerksamkeit setzen neue Energien frei. Je mehr es gelingt diese zu gebündelte Achtsamkeit in den Alltag zu integrieren, desto mehr Energie gewinnen wir, desto mehr Freude und Ausgeglichenheit erleben wir.

 

In einem Alltag voller Termine und Ablenkung bietet Zen eine Insel der Ruhe und Gelassenheit. Asiatische Weisheiten überliefern uraltes Kulturgut und sind dabei heute so aktuell wie vor zwei Jahrtausenden. Die Lebenserfahrungen, die in den fernöstlichen Gedanken stecken, weisen uns den Weg – den Weg zur Harmonie des Herzens.

 

Die Weisheit des Lebens besteht im Ausschalten der unwesendlichen Dinge.

Aus China

 

Das Glück kommt zu denen, die lachen.

Aus Japan

 

Nimm dir jeden Tag  eine halbe Stunde Zeit für deine Sorgen

Und in dieser Zeit mach ein Schläfchen.

Lao Tse

 

Wenn man unglücklich ist hat man zwei Wege, seine Lage zu verändern:

Entweder man verbessert die Lage oder man verbessert seine Auffassung davon.

Das erste kann man nicht immer, das zweite steht immer in unserer Macht.

Aus China

 

Gerade die Unbeständigkeit in der Welt ist es, die sie lebenswert macht.

Aus China

 

Die Welt ist voll von kleinen Freuden, die Kunst besteht nur darin,

sie zu sehen, ein Auge dafür zu haben.

Li – Tai – Phe

 

Wer das Gute, Schöne und Wahre in seinem Herzen wohl begründet hat,

dem wird es so leicht nicht entrissen zu werden.

Lao Tse

 

Über Vergangenes mach dir keine Sorgen,

dem Kommenden wende dich zu.

Tseng – Kuang

 

Fürchte dich nicht vor dem langsamen Vorwärtsgehen.

Fürchte dich nur vor dem Stehenbleiben.

Aus China

 

Wer zur Quelle will, muss gegen den Strom schwimmen.

Aus China

 

Wer kämpft kann verlieren. Wer nicht kämpft hat schon verloren.

Aus China

 

Sage, was du sagen willst – morgen.

Aus Japan

 

Wenn du es eilig hast, mache einen Umweg.

Aus China

 

Die größte Offenbarung ist die Stille.

Lao Tse

 

Einen Tag lang ungestört in Muße zu verleben, heißt einen Tag lang Unsterblicher sein.

Aus China

 

Geh in den Garten und höre auf die Stille zwischen den Geräuschen:

Die ist die wahre Musik der Natur.

Aus Japan

 

Jeder Schritt, den wir tun, bringt einen kühlen Windhauch,

der Körper und  Geist erfrischt.

Thich Nhat Hanh

 

Sei dazu entschlossen und die Sache ist getan.

 Aus China

 

Weise ist, wer sich helfen kann, wenn etwas Unvorgesehenes geschieht.

Aus China

 

Das Geheimnis des außerordentlichen Menschen ist in den meisten Fällen nicht als Konsequenz.

Buddha

 

Wer sich die Weisheit des Herzens hält und sie als Autorität anerkennt,

was braucht der noch andere Autoritäten?

Chuang Tzu

 

Wir sind was wir denken.

Alles, was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken.

Mit unseren Gedanken formen wir die Welt.

Buddha

 

 

 

 

ISBN 3-89008-302-1

JoGroh 2001 erschienen

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